Steinreinigung selber machen – wann und wie funktioniert sie wirklich?
Viele Menschen stellen sich die Frage, ob sie eine Steinreinigung selbst durchführen können. Die Antwort lautet: Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Entscheidend ist jedoch, dass man zuerst das Problem richtig analysiert. Ohne eine genaue Analyse des Flecks oder der Verschmutzung ist es kaum möglich, das richtige Reinigungsmittel und die passende Methode zu wählen.
Das Wichtigste bei der Steinreinigung ist daher zunächst die Analyse des Problems beziehungsweise des Flecks.
Der erste Schritt: Woher kommt der Fleck?
Bevor man mit der Reinigung beginnt, sollte man sich eine zentrale Frage stellen: Woher kommt der Fleck eigentlich?
Kommt der Fleck von oben, weil etwas auf dem Stein gestanden hat oder eine Flüssigkeit auf die Oberfläche getropft ist? In diesem Fall handelt es sich meist um eine oberflächliche Verschmutzung.
Oder kommt der Fleck von innen, zum Beispiel durch Ausblühungen aus dem Stein selbst oder aus dem Untergrund? Dann liegt die Ursache tiefer und muss anders behandelt werden.
Manchmal handelt es sich auch gar nicht um einen klassischen Fleck. Es kann ebenso eine angeätzte Stelle sein, bei der die Oberfläche des Steins beschädigt wurde. In solchen Fällen reicht eine Reinigung oft nicht aus. Dann muss die Stelle geschliffen und anschließend wieder poliert werden.
Diese erste Analyse ist der wichtigste Schritt, bevor man überhaupt mit der Reinigung beginnt.
Das zweite Kriterium: Welches Material liegt vor?
Der nächste entscheidende Punkt ist das Material der Oberfläche.
Handelt es sich um Naturstein, um Feinsteinzeug oder um Betonstein? Jedes dieser Materialien reagiert unterschiedlich auf Reinigungsmittel und mechanische Bearbeitung. Ein Reiniger, der auf Feinsteinzeug gut funktioniert, kann bei Naturstein bereits Schäden verursachen.
Deshalb ist es wichtig, das Material genau zu kennen, bevor man ein Reinigungsmittel auswählt.
Das dritte Kriterium: Welche Oberfläche hat der Stein?
Neben dem Material spielt auch die Oberfläche eine große Rolle.
Ist die Oberfläche glänzend und poliert? Oder handelt es sich um eine matte Oberfläche? Manche Steine sind zusätzlich sandgestrahlt oder gebürstet. Auch diese Unterschiede beeinflussen, welche Reinigungsmethode geeignet ist.
Erst wenn diese drei Faktoren klar sind – also die Ursache des Flecks, das Material und die Oberfläche – kann man den richtigen Reiniger auswählen.

Den richtigen Reiniger auswählen
Sobald diese Analyse erfolgt ist, kann man gezielt nach dem passenden Reinigungsmittel suchen. Eine hilfreiche Orientierung bietet die Webseite von Finalit, auf der man sowohl nach Materialien als auch nach Flecken und Problemen suchen kann.
Dort lässt sich der passende Reiniger auswählen, der genau auf das jeweilige Problem abgestimmt ist.
Auch das richtige Zubehör ist entscheidend
Neben dem Reinigungsmittel spielt auch das Zubehör eine wichtige Rolle.
Welche Bürste verwendet man? Für unterschiedliche Anwendungen gibt es verschiedene Bürsten, zum Beispiel Silizium-, Porzellan- oder Diamantbürsten. Auch die Wahl des richtigen Pads kann entscheidend sein.
Ist zum Beispiel Sand in die Oberfläche eingekehrt, kann eine Bürste manchmal weniger geeignet sein, während ein Pad bessere Ergebnisse erzielt.
Bei größeren Flächen ist außerdem eine Reinigungsmaschine sinnvoll. Diese Maschinen können oft in Fachgeschäften ausgeliehen werden und erleichtern die Arbeit erheblich.
Warum die Reinigung manchmal nicht funktioniert
Wenn der Reinigungsprozess nicht funktioniert, liegt das meist an einer falschen Analyse des Flecks oder daran, dass nicht das richtige Zubehör verwendet wurde.
In manchen Fällen befinden sich auch alte Beschichtungen auf der Oberfläche. Der Fleck liegt dann unter dieser Beschichtung und kann mit normalen Reinigungsmitteln nicht entfernt werden.
In solchen Situationen muss zuerst die bestehende Beschichtung entfernt werden. Dafür kann beispielsweise der Beschichtungsreiniger Finalit Nr. 5 eingesetzt werden. Erst danach lässt sich der eigentliche Fleck behandeln.
Schutz und Pflege von Anfang an
Wenn Naturstein- oder Kunststeinflächen neu verlegt werden, ist es sinnvoll, sie von Anfang an gut zu imprägnieren. Man kann es mit dem Kauf eines neuen Schuhs vergleichen: Auch dort schützt man das Material am besten gleich zu Beginn.
Eine gute Imprägnierung erleichtert später die Reinigung erheblich und schützt die Oberfläche langfristig vor Flecken.
Im Innenbereich ist außerdem eine regelmäßige Unterhaltsreinigung wichtig. Dafür eignet sich zum Beispiel der Finalit Nr. 40 Citrusduft Reiniger. Er enthält weder Seife noch Alkohol und ist für viele Materialien im Haus geeignet.
Selbst wenn etwas verschüttet wird, kann dieser Reiniger polierten Weichgesteinen wie Marmor oder Kalkstein nichts anhaben.

Besonderheiten im Außenbereich
Im Außenbereich sind Steinflächen stärkeren Umwelteinflüssen ausgesetzt als im Innenbereich. Regen, Schmutz, Staunässe und Verschmutzungen aus der Umgebung wirken dauerhaft auf die Oberfläche ein.
Deshalb ist es besonders wichtig, die Flächen gut zu schützen und Staunässe vom Untergrund oder von der Seite möglichst zu vermeiden. Wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, bleiben die Steine über viele Jahre hinweg schön.
Sind die Flächen bereits älter, kann auch eine professionelle Sanierung helfen. Dabei werden spezielle Reinigungsmittel, das passende Zubehör und etwas Geduld benötigt. Mit der richtigen Methode können selbst stark beanspruchte Steinflächen wieder sehr schöne Ergebnisse erzielen.
Unser Rat aus der Praxis
Steinreinigung selbst durchzuführen ist grundsätzlich möglich. Entscheidend ist jedoch, dass man das Problem richtig analysiert, das Material kennt und das passende Zubehör verwendet.
Wenn Sie unsicher sind, welche Methode oder welches Reinigungsmittel für Ihre Oberfläche geeignet ist, können Sie sich jederzeit an unsere Experten wenden und eine kurze fachliche Einschätzung einholen.
Alternativ finden Sie geprüfte Finalit Reinigungsmittel und passende Pflegeprodukte auch direkt im Shop auf finalit-reiniger.com.
FAQ
Ja, in vielen Fällen ist eine Steinreinigung selbst möglich. Wichtig ist jedoch zuerst die richtige Analyse des Problems. Man muss wissen, woher der Fleck kommt, welches Material vorliegt und welche Oberfläche der Stein hat.
Ein Fleck kann von oben entstehen, wenn etwas auf den Stein tropft oder darauf steht. Er kann aber auch von innen kommen, etwa durch Ausblühungen aus dem Stein oder dem Untergrund. Deshalb ist es wichtig, die Ursache genau zu analysieren.
Nicht immer. Manchmal handelt es sich gar nicht um einen Fleck, sondern um eine angeätzte Stelle. In solchen Fällen reicht eine Reinigung nicht aus und die Oberfläche muss geschliffen und anschließend wieder poliert werden.
Naturstein, Feinsteinzeug und Betonstein reagieren unterschiedlich auf Reinigungsmittel und mechanische Bearbeitung. Ein Reiniger, der für ein Material geeignet ist, kann bei einem anderen Material Schäden verursachen.
Die Oberfläche hat großen Einfluss auf die Reinigungsmethode. Polierte, matte, sandgestrahlte oder gebürstete Oberflächen benötigen unterschiedliche Reinigungsmittel und Bürsten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Wenn eine Reinigung nicht funktioniert, liegt das häufig daran, dass der Fleck nicht korrekt analysiert wurde oder das falsche Zubehör verwendet wird. In manchen Fällen befindet sich der Fleck auch unter einer alten Beschichtung, die zuerst entfernt werden muss, bevor die eigentliche Reinigung erfolgen kann.







